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Jahresrückblick und Ziele fürs neue Jahr 2022

2021 neigt sich dem Ende zu


Als ich die ersten Zeilen meines Blogbeitrages schreibe, da haben wir den 1. Dezember 2021 und ich frage mich gerade, wo schon wieder die Zeit hin ist. Es war doch gefühlt erst vor wenigen Wochen, als ich an Silvester in den Himmel schaute und mir aus tiefstem Herzen wünschte, dass das Jahr 2021 ein besseres wird. Damit meine ich natürlich, dass ich mir Corona samt all den schlimmen Folgen wegwünschte. Ich wollte so sehr, dass dieses Virus uns nicht mehr beherrscht. Ich habe mir gewünscht, einfach wieder ganz normal leben zu können: Ich wollte meine Freunde treffen, die Familie besuchen, Brautpaare verheiraten und Seminarteilnehmer in meinem Kurs begrüßen, und das alles ganz ungezungen, ohne Angst und Unsicherheit. Ja, all das habe ich mir Anfang 2021 gewünscht. Alles kam anders, und doch schien die Normalität für ein paar Wochen wieder greifbar zu werden.


Lohnt sich ein Jahresrückblick überhaupt?


Als ich mir überlegt habe einen Blogbeitrag über den Jahresrückblick zu schreiben war mein erster Gedanke: Naja, in diesem Jahr gab es um uns herum nicht wirklich positive Themen. Warum soll ich jetzt andere Menschen dazu motivieren, sich Zeit für einen Jahresrückblick zu nehmen? Weißt Du, welche negativen Gedanken ich genau in diesem Moment hatte? Ich habe an die echt anstrengende und zermürbende Coronazeit gedacht. Ich dachte mir, dass es sicher falsch ist, einen Blick auf das letzte Jahr zu werfen, weil es doch echt wichtigere Themen auf dieser Welt gibt. Und als ich so in meinem Gedankenstrudel gefangen war, kam gleichzeitig eine Frage in mir hoch: „Du willst dieses Thema wirklich unter den Tisch kehren? Du willst nicht über den Jahresrückblick schreiben?“. Ich habe mir einen Moment Zeit gegeben, um darüber nachzudenken. Wer mich kennt, weiß um meine Grundeinstellung: Jede gute und jede herausfordernde Erfahrung prägt uns.

Über die Jahre bin ich kleiner Zitate-Nerd geworden und besonders an dieser Stelle möchte ich Richard von Weizsäcker zitieren. Er hat nämlich etwas sehr treffendes gesagt:


„Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt,
wird blind für die Gegenwart.“


Unabhängig davon, wie ein Jahr gelaufen ist, ob gut, ob schlecht oder so mittel. Es lohnt sich immer auf das Jahr zurückzublicken. Wir entwickeln uns stetig weiter, gerade an den herausfordernden Situationen wachsen wir enorm und wir können unsere Zukunft anders gestalten, wenn wir auch mal einen Blick zurückwerfen. Die Antwort auf die Frage „Lohnt sich ein Jahresrückblick überhaupt?“ kann ich also mit einem lauten „JA, unbedingt“ beantworten.


3 Gründe, warum ein Jahresrückblick so wichtig ist

Warum ist denn ein Jahresrückblick so wichtig? Im Prinzip habe ich die Antwort darauf schon gegeben. Zur besseren Übersicht habe ich Dir die drei Gründe auf den Punkt gebracht. Mit einem Jahresrückblick …

1. … werden wir uns um jeder Erfahrung (positiv und negativ) bewusster.

2. … können wir rekapitulieren, ob wir unsere Ziele erreicht haben.

3. … sind wir besser in der Lage, Ziele fürs kommende Jahr zu definieren.

Schon alleine diese 3 Gründe reichen doch aus, um sich Zeit zu nehmen, auf das vergangene Jahr zurückzublicken, oder? Für alle, die ihre letzten Jahre noch nicht bewusst Revue passieren lassen haben und einen kleinen Impuls benötigen, wie sie dies umsetzen können, folgt nun eine kleine Schritt für Schritt Anleitung.


SCHRITT 1: Analysiere, wo Du gerade stehst

Bist Du eher kreativ und lässt es gerne fließen? Dann probiere es doch mal mit der Free-Flow-Methode: Nimm Dir ein weißes Blatt Papier und schreibe einfach darauf los. Notiere alles, was Dir zum Jahr 2021 einfällt. Der Vorteil an dieser Methode ist, dass Du Dich auf kein bestimmtes Thema festlegst. Du folgst Deiner Intuition, ohne Dich einzugrenzen. Nachdem Du fertig bist, wirst Du vermutlich unsortierte Themen auf Deinem Blatt haben. Nach dem Schreiben lohnt es sich also, die Themen zu Clustern (z.B. in Beruflich und Privat), so hast Du einen besseren Überblick über das Geschriebene.

Eine zweite Möglichkeit ist, konkrete Fragen zu beantworten. Hierzu kannst Du Dir gerne vorab selber Fragen notieren. Das Schöne daran ist, dass Du Dir jedes Jahr die gleichen bzw. ähnliche Fragen stellen kannst. Der Vorteil dieser Methode ist, dass Du eine bessere Vergleichsmethode zum Vorjahr hast. Dir fallen nicht so recht passende Fragen ein? Dann wirf doch gerne einen Blick in die Fragen, die ich vorbereitet habe (den Download findest Du am Ende meines Artikels).

Wenn Du fertig bist, dann lies Dir das Geschriebene noch einmal ganz in Ruhe durch. Solltest Du beim Durchlesen nicht erreichte Ziele finden, kannst Du diese, wenn Du möchtest, mit ins nächste Jahr nehmen oder sie Dir für die kommenden Jahre vormerken. Auch spannend: Können erreichte Ziele vielleicht noch ausgebaut werden und im kommenden Jahr noch übertroffen werden? Filtere alle Ziele heraus und notiere sie Dir.

MEIN TIPP: Gibt es Ziele, die Du in diesem Jahr umsetzen wolltest, die Du aber leider nicht umsetzen konntest? Wenn ja, dann frage Dich doch mal in diesem Zusammenhang, warum Du Deine Ziele nicht geschafft hast. Woran lag es konkret? Hat Dir etwas oder jemand zur Umsetzung gefehlt? Brauchst Du vielleicht im kommenden Jahr eine bestimmte Motivation, einen Mentor oder einen konkreten Umsetzungsplan?


SCHRITT 2: Definiere Deine Ziele für 2022


Damit wir überhaupt in der Lage sind Ziele zu erreichen, müssen wir uns Ziele definieren. Umso genauer Du sie beschreibst, umso besser. Bedenke bei Deiner Zielgestaltung, dass Du nicht unendlich viel Zeit im kommenden Jahr haben wirst. Soll heißen: Wir alle haben noch einen Alltag, den wir bestreiten. Wenn wir unser Jahr mit Zielen vollstopfen, dann kann hier schnell auch eine Überforderung eintreten.


Was ist, wenn ich zu viele Ziele auf meiner Liste habe?


Wenn wir Massen an Zielen auf unserer Liste haben, dann tritt genau das ein, was wir nicht wollen: wir werden noch weniger von dem umsetzen, was wir eigentlich geplant haben. Es bietet sich an, lieber weniger Ziele zu definieren. Lieber „Klasse statt Masse“. In diesem Zusammenhang könnte man auch zur Methode „Vielleichtliste“ zurückgreifen. Dieses Vorgehen kenne ich aus dem Zeitmanagement von Julia Leifheit Trainings und kann hier meiner Meinung nach optimal angewendet werden. Wenn Du zum Beispiel 15 Ziele notiert hast, dann clustere diese nach Wichtigkeit. Plane eine Handvoll Ziele, die Du auf jeden Fall erreichen möchtest, für das kommende Jahr ein. Der Rest Deiner Ziele kommt auf die „Vielleichtliste“ – wenn Deine 5 Ziele schon erreicht wurden, dann nimmst Du Dir im Laufe des Jahres Deine Liste mit den anderen Zielen vor. Positive Gefühle in Bezug auf das Erreichen von Zielen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor, wenn es um die Zielgestaltung geht.

MEIN TIPP: Gestalte Deine Ziele so, dass sie umsetzbar sind. Übertriebene Ziele und zu hastige Zielsetzungen führen nur zu Frust. Nutze Dein gewonnenes Wissen über Dich (Erkenntnisse aus Schritt 1) und gestalte Deine Ziele für das kommende Jahr so, dass sie schaffbar sind. Denke bei der Gestaltung nicht über andere nach – höre auf Dich. Gestalte Deine Ziele so, dass es zu Dir und Deiner Lebenssituation passen.


SCHRITT 3: Einfach Machen


Ja, ja, einfach machen. Einfach mal den Hintern hochbekommen und das durchziehen, was man sich vorgenommen hat. Klingt so einfach und ist manchmal doch so schwer. Ich kann Dir eines sagen: Egal wie Zielstrebig jemand ist, jeder von uns hat auch mal nicht so gute Momente. Es wird Phasen geben, in denen Du keine Lust hast, an Deinen Zielen zu arbeiten. Und weißt Du was? So what!? Dann ist es mal so… MAL. Es ist okay, sich auch mal treiben zu lassen. Gleichzeitig sollte man sich selbst immer wieder einen kleinen Reminder setzen (vielleicht in Deinem Kalender), der uns an unsere Ziele erinnert.

MEIN TIPP: Mache Deine Ziele sichtbar! So wirst Du immer und immer wieder daran erinnert. Hänge Dir Dein Visionboard an Deine Zimmertür oder schreibe Deine Ziele auf einem schönem Papier auf und stelle sie Dir auf Deinen Schreibtisch.


Zu guter Letzt möchte ich Dir verraten, wie ich an meine Zielgestaltung für das kommende Jahr herangehe.


Ich verrate Dir, wie ich bei meiner Zielgestaltung vorgehe:


Ich für mich habe herausgefunden, dass ich zwei Varianten und damit verbunden auch zwei Herangehensweisen benötige: Für mich ist das Visionboard in Kombination mit einer schriftlichen Liste wichtig. In mir stecken zwei Persönlichkeiten, nämlich „die Kreative“ und die, die „klare Fakten“ benötigt, um die definierten Ziele zu verwirklichen. Wenn ich nur ein Visionboard erstellen würde, dann wäre mir das zu schwammig. Ohne Visionboard wäre es mir aber viel zu wenig, weil ich noch etwas fürs Auge brauche. Aus diesem Grund erstelle ich mir beides.

Mein erster Schritt: Ich schnappe mir unterschiedliche Zeitschriften, nehme mir ein großes Blatt Papier (weiß, A3) und lege los. Ich gehe intuitiv vor und schneide all die Dinge aus, die mich in Bezug auf das kommende Jahr ansprechen. Es ist der Wahnsinn, was herauskommt, wenn man sich vorher nichts, rein gar nichts aufschreibt! Anschließend klebe ich alle kleinen und große Dinge aus, die ich ausgeschnitten habe.

Im zweiten Schritt (meist jedoch nicht am gleichen Tag) beantworte ich mir meine Fragen, die ich mir zuvor notiert habe. Im Anschluss frage ich mich, was ich alles im kommenden Jahr erreichen möchte – meine Liste mit den Zielen ist geboren. Diese Liste schreibe ich mir am Computer ab und drucke sie aus. Ich klemme die Liste an ein schönes Klemmbrett und stelle sie mir auf den Schreibtisch. Die Kombination aus Bilder und Text ist für mich die perfekte Mischung!

Ich hoffe sehr, dass ich Dich mit meinem Beitrag motivieren konnte, einen Jahresrückblick zumachen. Sollte Dir der Beitrag gefallen haben, teile ihn gerne auf Social Media, damit noch mehr Menschen motiviert werden, einen Blick auf sich selbst zu werfen.

Liebe Grüße und einen wundervollen Jahresrückblick für Dich,

Madeleine



Hier gehts zum Gratis-Download des neuen „think about you – Dein Jahresrückblick und jede Menge Platz für Deine Ziele„. In dieser Ausgabe findest Du viele Impulsfragen, um das Jahr 2021 Revue passieren zu lassen. Darüber hinaus hast Du jede Menge Platz, um Deine Ziele zu notieren. Viel Freude damit!

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