Erfolgreiches Marketing & 5 Online-Marketing-Tipps

Der Aufbau eines Unternehmens besteht aus vielen wichtigen Schritten. Es ist so ein bisschen wie in der Fahrschule – gefühlt muss man viele Schritte gleichzeitig tun: Kupplung kommen lassen, Gas geben, bitte zügiger anfahren (um den Verkehr nicht aufzuhalten), am besten in allen Spiegeln gleichzeitig schauen, den Blinker setzen, ach ja… und natürlich das Bremsen nicht vergessen (und die Bremse nicht mit der Kupplung verwechseln). Ich habe vor 22 Jahren meinen Führerschein gemacht und kann mich noch an viele kleine Details erinnern, schließlich war es das erste Mal. Zu Beginn des Autofahrens kann man sich nicht wirklich auf die Richtung und den Weg konzentrieren, weil der Fokus beim Erlernen auf diese neue und unbekannte Welt ist. Doch von Zeit zu Zeit, wenn man die kleinen Schritte verinnerlicht hat, dann klappt das plötzlich mit der Konzentration. Plötzlich ist man in der Lage, sich auf den Weg und das Ziel zu konzentrieren – ein irre schönes Gefühl! Und genau so, wie das beim Erlernen des Autofahrens ist, so ist das auch in der Selbstständigkeit. Am Anfang schafft dein Gehirn noch nicht alles überein zu bekommen. Wenn es dann aber mal „klick“ gemacht hat, dann bekommst du von Zeit zu Zeit immer mehr Sicherheit in die Abläufe und du gewinnst mit den Erfahrungen, immer mehr den Überblick.

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In einer Selbstständigkeit steckt eine ganze Menge! Kooperationen, Websitepflege, Kundenkontakt, Dienstleisteraufbau, Buchhaltung, Marketing und so vieles mehr – und das am besten alles gleichzeitig. Unterhalte ich mich mit anderen Selbstständigen, dann erkennt man bei vielen eine Parallele: irgendwie müssen wir alle durch diese Anfangszeit. Wir lernen, leiden, beißen uns durch, lernen super viele Themen neu, haben erste Glücksmomente – wir sind stolz auf uns uns spüren, was alles in uns steckt. Jaaaa…. um Himmels Willen, es ist auch unglaublich anstrengend, aber gleichzeitig ist es ein richtig gutes Gefühl, wenn wir auf das schauen, was wir mit unserer eigenen Arbeit erschaffen haben! Eines möchte ich an dieser Stelle dazu erwähnen: Der Wachstum eines Unternehmens braucht Zeit & Durchhaltevermögen. Aber wenn Du das liebst, was du da tust, dann wird dein Traum in Erfüllung gehen!

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass viele Schritte in der Selbstständigkeit notwendig sind, um erfolgreich in seinem „Geschäft“ zu werden. Das Hammer Produkt oder die mega Dienstleistung reichen da leider nicht NUR aus. Es steht und fällt eben auch mit dem Organisationstalent, das richtige Gefühl (welche Schritte genau in diesem Moment wichtig und notwendig sind) und es ist eine ordentliche Portion an Sichtbarkeit – in Form von Marketing – notwendig.

Das Marketing lässt sich in zwei Kategorien einteilen, das Online & das Offline Marketing. Manche Teilnehmer in meinen Kursen (Erfolgreiche/r Hochzeitsredner/in werden) fragen mich im Rahmen des Seminarparts Marketing: „Madeleine, wo würdest Du denn Werbung machen?“ . Ehrlich gesagt ist das eine Frage, die ich nur beantworten kann, wenn ich die Zielgruppe der/des angehenden Trauredner/s n kenne.

Du gelangst mit folgenden Schritten zu einer Antwort:
Stepp 1 – Wer gehört zur Zielgruppe?
Skizziere dir eine Persona, schreibe genau auf, wer dein Idealkunde ist. Alter, Einkommen, Vorlieben, Hobbys.
Stepp 2 – Wo befindet sich deine Zielgruppe?
Wenn Du weißt, wer genau dein Idealkunde ist, dann folgt der zweite Schritt. Mach dir Gedanken, wo sich dein Wunschkunde aufhält. Wo kauft er oder sie gerne ein? Wo wird das Hobby ausgelebt?
Stepp 3 – Sei da, wo sich deine Zielgruppe befindet!
Und jetzt heißt es „auf gehts“! Sei dort, wo deine Zielgruppe sich befindet, sowohl offline, als auch online.

Das Online Marketing hat in den letzten massiv an Bedeutung gewonnen.“

Im letzten Jahrzehnt hat das Online Marketing einen hohen Stellenwert im Marketinghimmel eingenommen. Für uns Selbstständige ist das Thema nicht mehr wegzudenken, deswegen thematisiere ich es heute. Auch wenn ich BWL Management / Marketing studiert habe… ich bin keine Expertin auf diesem Gebiet, weswegen ich mir Unterstützung von einem Profi geholt habe.

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ÜBER DIE EXPERTIN
Julia Strziga ist Gründerin und Autorin von isarweiss.de, einem regionalen Online Wedding Magazine für München und Bayern. Sie ist seit über 8 Jahren im Bereich Online Marketing tätig.
Aktuell arbeitet sie als Senior Project Lead in einer Münchner Agentur – allerdings in Teilzeit, denn neben isarweiss ist sie auch Autorin, führt den Reiseblog notyourcomfortzone.com, ist Mama eines kleinen Sohnes und betreut als Freelancer Hochzeitsdienstleister im Bereich SEA/Search Ads.

Julia gibt Dir heute 5 wertvolle Tipps zum Thema Online Marketing mit auf den Weg und ich bin ganz im Glück, danke für die Mühe!! Los gehts:

5 Tipps für die ersten Schritte im Online Marketing


Online Marketing – ein Überbegriff, der für so vieles steht! Jungunternehmer und Selbstständige müssen sich da erst einmal einen fundierten Überblick verschaffen, welche Maßnahmen und welche Kanäle für sie geeignet sind. Gar nicht so einfach, wenn man erst am Anfang steht und wenig Erfahrung hat!  Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht mit viel Transparenz und umsetzbaren Tipps zu supporten. Hier teile ich mit euch daher meine persönlichen 5 Tipps für die ersten Schritte im Online Marketing!

TIPP 1: Plane ein Budget ein

Ich erlebe leider ganz viele Dienstleister, die keinerlei Budgetierung für Marketingmaßnahmen haben und denen bereits 50€/Monat Kopfzerbrechen bereiten. Viele Jungunternehmer müssen stark auf ihre Ausgaben achten, solange keine stetigen Einnahmen fließen. Absolut verständlich! Doch gerade deshalb muss Marketing von Anfang an Teil des Geschäftsprozesses und der Budgetierung sein, wenn man Aufträge generieren und seine Bekanntheit steigern möchte. SEO ist kostenlos und daher erst einmal besser als SEA? Wer guten Instagram-Content macht, braucht keine bezahlten Anzeigen? – Solche Halbwahrheiten sind weit verbreitet! Ganz gleich ob Equipment für Styled Shootings, Advertorials, Launch-Events, Pop-Up-Messen, Webinare für Facebookgruppen, Platzierungen in Printmedien, Paid Ads auf Social Media oder Google Search – Marketing hat viele Gesichter, Mundpropaganda ist vor allem am Anfang nicht alles und ohne Budget kann man oft nicht die notwendigen, schnellen Schritte nach vorne gehen, um sein Business und sein Portfolio an den Kunden zu bringen. 

TIPP 2: Google Analytics von Anfang an verknüpfen

Obwohl jedes Websitesystem eigene Statistiken anbietet, sollte man sich für eine Quelle der Wahrheit entscheiden: Google Analytics! Die Implementierung ist schnell gemacht und verlangt nur minimales Wissen. Besonders spannend ist dann zu sehen, wie sich einzelne Marketingkanäle auf die Besucherzahlen der Seite auswirken. Instagramlinks können mit einem Trackingparameter an Analytics angebunden werden und Google Ads bietet eine direkte Verknüpfung an. So kann man auch in Analytics seine erfolgreichsten Kampagnen sehen und zu was sie geführt haben.

Die Zeit der Flyer, Zeitungsanzeigen und „mit den Kanonen blind auf Spatzen schießen“ ist vorbei – Im Online Marketing hat man die Möglichkeit, den Erfolg seiner Kanäle direkt zu sehen und darauf zu reagieren. Und das sollte man auch tun!

TIPP 3: Erhöhe die Kampagnenlaufzeit

Gerade in der Hochzeitsbranche sind visuelle Formate und Social Media King. Aber Instagram ist nicht alles! Paare informieren sich auf unterschiedlichen Wegen über Dienstleister und Produkte. Sie googeln, sie recherchieren, sie vergleichen, kommen über diverse Werbekontaktpunkte am Ende auf die Website, verlassen sie wieder, kommen zurück… Man nennt das einen „Funnel“. Jeder Dienstleister muss sich an seinen eigenen Marketingmix herantasten. Dabei fällt mir immer wieder auf, dass Formate teilweise nach nur zwei Wochen oder gar nach wenigen Tagen beendet werden – ein großer Fehler, denn hieraus kann man nichts ableiten und das ist im wahrsten Sinne des Wortes rausgeschmissenes Geld! Hochzeitsdienstleister sprechen eine sehr spezielle Zielgruppe an und es gibt keine „wiederkehrenden Kunden“. Daher ist eine gewisse Ausdauer im Bereich Marketing notwendig. Außerdem sind die Algorithmen von Facebook & Google lernende Systeme – je länger sie laufen, je mehr sie optimiert werden, desto erfolgreicher werden sie.

Dabei kann man auch auf ein sog. „Grundrauschen“ setzen: Dabei wird ein Format besonders lange online gelassen, z.B. 6 Monate lang. Aber zu einem stark reduzierten Budget, das so dafür sorgt, dass man sichtbar bleibt.

TIPP 4: Google Ads Keywordportfolio – Masse oder Nische?

Der Vorteil von Google Ads liegt auf der Hand: Man erreicht die User genau dort, wo sie nach Produkten und Dienstleistungen suchen, nämlich in der Googlesuche! Dafür hinterlegt man ein eigenes Keyword-Portfolio. Vereinfacht gesagt erscheint die eigene Anzeige dann, wenn die Suchanfrage des Users mit dem eigenen hinterlegten Keyword zusammenpasst, gezahlt wird an Google pro Klick auf die Anzeige. Daher ist es wichtig zu überlegen, für welche Keywords/Suchanfragen man angezeigt werden möchte. Massenkeywords wie z.B. „Trauredner“ oder „Hochzeitsfotograf“ werden sehr oft verwendet, denn sie passen für jeden, der die Dienstleistung anbietet. Und die User suchen oft nach diesen Begriffen. Der Vorteil ist also, dass man viele Menschen erreicht. Der Nachteil ist der oft sehr hohe Klickpreis und großer Wettbewerb.

Nischenkeywords oder spezifischere Formulierungen können bei limitiertem Budget eine bessere Wahl sein, denn man erreicht User, die schon weiter in ihrem Informationsprozess sind und eher bereit sind, eine Anfrage zu stellen. Das kann z.B. „hochzeitreportage dunkler stil“ sein oder auch „freie trauung mit persischen elementen“. Hier kann man potenzielle Brautpaare sehr gezielt ansprechen, je nachdem, was man eben anbietet.

TIPP 5: Bleibe regional!

Nahezu alle bezahlten Formate – von Instagram über Facebook bis hin zu Google Ads – bieten Geotargetingeinstellungen an. So kann man seine Anzeigen an User innerhalb eines oder mehrerer Länder ausspielen, in einem bestimmten Bundesland, in einer Stadt oder sogar in einem festgelegten Radius. Auch wenn man gerne „Destination-Dienstleister“ wäre und sein Angebot weltweit ausrichtet, muss man sich bewusst machen, dass eine breite regionale Ausspielung teurer ist. Wenig regionale Einschränkungen = Viel Reichweite = Mehr Klicks = Mehr Kosten. Es kann z.B. auch ausreichend sein, wenn man Paare in seiner „Hauptregion“ anspricht, die z.B. auf Mallorca heiraten wollen. Und das mit entsprechenden Nischenkeywords!

UND GANZ ZUM SCHLUSS: Den einen Königsweg für alle gibt es nicht! Was für den einen funktioniert, muss nicht für den anderen gelten. Die digitale Branche ist zusätzlich auch stets im Wandel – was heute funktioniert, kann in nur es gehört hier dazu zu testen, zu vergleichen, zu evaluieren, anzupassen.  Als Unternehmer gehört es zum Aufgabenbereich dazu, seine Balance, seinen Marketingmix zu erforschen, zu testen, zu entdecken – und auch immer wieder neu zu evaluieren. Denn die digitale Branche ist stets im Wandel. Und was heute funktioniert, kann in nur einer Saison bereits old news sein!

Ihr habt noch Rückfragen oder braucht jemanden, der euch bei Google Ads supportet? Schreibt Julia einfach an! 

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Ich durfte im Übrigen den Lesern von Isarweiss ein paar Tipps zum Thema „Eine freie Trauung selbst gestalten“ mit auf den Weg geben. Schaut doch gerne mal vorbei: hier entlang.